Was ist Datenschutz und warum ist er wichtig: Leitfaden
In der Online-Welt verarbeitet und nutzt so ziemlich jede App, jedes Unternehmen und jede Website Deine Daten auf irgendeine Weise. Idealerweise sollten diese Firmen transparent darüber informieren, wie sie Deine Daten sammeln und nutzen, doch leider ist das nicht immer der Fall.
Mit diesem Leitfaden möchte ich Dir helfen zu verstehen, wie Deine Daten gesammelt werden, welche Risiken mit ihrer Nutzung verbunden sind und welche Vorschriften zum Schutz Deiner Privatsphäre existieren. Zusätzlich findest Du in diesem Artikel Tipps, die Dir helfen, Dich vor Datenmissbrauch zu schützen.
Was ist Datenschutz?
Datenschutz ist das Recht von Personen, zu kontrollieren, wie ihre personenbezogenen Daten (PII) erfasst, verwendet und weitergegeben werden. PII bezieht sich auf alle Daten, die mit Deiner Identität in Verbindung stehen, wie beispielsweise Deine E-Mail-Adresse, Dein vollständiger Name, Deine Privatadresse oder Deine Sozialversicherungsnummer. Datenschutzpraktiken und -gesetze schützen diese Daten vor Missbrauch oder unbefugtem Zugriff.
Wichtige Begriffe im Datenschutz

Datenerfassung
Datenerfassung ist der Prozess, bei dem persönliche Informationen von Nutzern gesammelt werden, wie Namen, E-Mail-Adressen, IP-Adressen oder Verhaltensdaten. Eine ethische Datenerfassung sollte transparent sein und auf der Zustimmung der Nutzer basieren. Es sollte auch Opt-out-Einstellungen für aggressive Datenerfassungsrichtlinien wie das Scraping von Verhaltensdaten geben.
Datenverletzung
Eine Datenverletzung entsteht, wenn ohne Erlaubnis auf persönliche Daten zugegriffen wird oder diese weitergegeben werden. Dies geschieht oft aufgrund schlechter Datenschutzstandards oder durch Cyberangriffe. Datenverletzungen können zu Problemen wie Identitätsdiebstahl, finanziellen Schäden oder Reputationsverlust führen. In manchen Fällen können sie auch zu Erpressung oder Sabotage des Unternehmens führen.
Datenzugriff
Der Zugriff auf personenbezogene Daten bezieht sich darauf, wer in einem Unternehmen diese Daten einsehen oder bearbeiten darf und unter welchen Bedingungen dies geschieht. Ohne angemessenen Zugriffsschutz können Unbefugte die von einem Unternehmen gesammelten Daten frei erfassen und für beliebige Zwecke verwenden, von gezielten Werbeanzeigen bis hin zu Phishing-Angriffen.
Datenspeicherung
Bei der Datenspeicherung geht es darum, wie und wo personenbezogene Daten gespeichert werden, beispielsweise in der Cloud, auf physischen Servern oder in Datenbanken. Sichere Speicherpraktiken wie Verschlüsselung, regelmäßige Systemsicherungen und Compliance-Protokolle tragen dazu bei, eine unbefugte Nutzung zu verhindern und den Datenschutz zu gewährleisten.
Datenschutz vs. Datensicherheit
Beim Datenschutz geht es um die Gesetze und Richtlinien, die festlegen, wer Zugriff auf Deine Daten hat und was damit gemacht werden darf. Es geht um die ethische und legale Nutzung persönlicher Daten von der Datenverarbeitung bis hin zur Nutzung und Speicherung. Ein Beispiel ist die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), ein EU-Datenschutzgesetz, das Datenschutzrechte regelt und auch Datensicherheitsmaßnahmen zum Schutz persönlicher Daten vorschreibt.
Datensicherheit bezieht sich dagegen auf die technischen Verfahren und Tools, die zum Schutz von Daten eingesetzt werden. Kurz gesagt geht es darum, wie Du Deine Daten vor Außenstehenden schützt. Tools wie VPNs, sichere Firewalls und Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) fallen alle unter den Begriff Datensicherheit. Zu den geschäftsspezifischen Tools für Datensicherheit gehören Notfallpläne und automatisierte Sicherheitstools.
Warum ist Datenschutz wichtig?
Datenschutz ist wichtig, weil er Dich vor unbefugtem Zugriff auf Deine Daten und deren Missbrauch schützt. Ohne Datenschutz können sensible Daten wie Finanzunterlagen, Gesundheitsinformationen und Ausweisdokumente offengelegt oder aus böswilligen Gründen gesammelt werden, was zu Identitätsdiebstahl, Diskriminierung oder finanziellen Verlusten führen kann.
Ein gutes Datenschutzkonzept hilft Dir auch ohne böswillige Absicht dabei, unerwünschtes Tracking auf Websites zu vermeiden und somit zu verhindern, dass Informationen über Dich gesammelt und für gezielte Werbung genutzt werden.
Die Auswirkungen des Datenschutzes auf Einzelpersonen
Wenn der Datenschutz verletzt wird, hat das reale Konsequenzen für Einzelpersonen. Dazu können finanzielle Schäden, Identitätsdiebstahl, Rufschädigung oder in einigen Fällen sogar Erpressung und Nötigung gehören.
Selbst scheinbar harmlose Daten wie Dein Browserverlauf oder Standortdaten können ohne Deine Zustimmung zu einem detaillierten Profil zusammengefügt werden. Diese Profile können potenziell für Praktiken wie Preisdiskriminierung verwendet werden, bei der Shops ihre angezeigten Preise auf der Grundlage Deines Benutzerprofils ändern. Unternehmen verkaufen diese Profile auch an Dritte, die sie für gezielte Werbung, Spam-Mails oder sogar Phishing-Betrug nutzen.
Selbst wenn sie nicht an böswilligen Aktivitäten beteiligt sind, können Institutionen durch Verstöße gegen den Datenschutz das Vertrauen in Behörden und große Unternehmen mit der Zeit untergraben. Dieses Misstrauen kann sich negativ auf den Datenschutz auswirken, da Menschen eher dazu neigen, Warnhinweise, Meldungen auf Websites oder Empfehlungen des Bundes zum Datenschutz zu ignorieren.
Die Bedeutung des Datenschutzes für Unternehmen
Für Unternehmen ist der Schutz von Kundendaten nicht nur ein Mittel, um das Vertrauen zwischen Kunden und Unternehmen zu fördern, sondern in vielen Ländern auch gesetzlich vorgeschrieben. Unternehmen, die strenge Datenschutzstandards nicht einhalten, müssen mit rechtlichen Schritten und hohen Strafen rechnen.
Die Minimierung, Anonymisierung und Reduzierung der Gesamtmenge der Daten, die ein Unternehmen sammelt, führt auch zu geringeren Kosten und einer besseren Datenqualität. Die Verarbeitung und Speicherung von Daten ist teuer und je mehr Daten gesammelt werden, desto länger dauert die Verarbeitung.
Datenschutzgesetze und -vorschriften

Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO)
Die DSGVO ist ein mehrere hundert Seiten langes Datenschutzgesetz, das 2016 von der EU verabschiedet wurde. Es legt strenge Datenschutzbestimmungen fest, die Unternehmen daran hindern, Kundendaten zu missbrauchen, indem sie beispielsweise nicht offenlegen, welche Daten sie sammeln, oder Informationen über Datenverstöße absichtlich verheimlichen.
Außerdem ermöglicht sie es der EU, internationale Unternehmen für den Missbrauch von Daten von EU-Bürgern zu bestrafen.
Die Nichteinhaltung der DSGVO wird mit einer Geldstrafe von maximal 20 Millionen Euro oder 4 % des weltweiten Umsatzes des Unternehmens geahndet, je nachdem, welcher Betrag höher ist. Nutzer, deren Daten missbraucht wurden, können außerdem eine Entschädigung für entstandene Schäden verlangen.
California Consumer Privacy Act (CCPA)
Der California Consumer Privacy Act (CCPA) ist ein Gesetz des Bundesstaates Kalifornien, das 2018 in Kraft getreten ist. Es gibt den Einwohnern Kaliforniens eine strengere Kontrolle darüber, welche personenbezogenen Daten Unternehmen über sie sammeln dürfen. Die Bürger haben das Recht zu erfahren, welche Informationen gesammelt werden, diese zu löschen und der Datenerfassung zu widersprechen.
Der CCPA ist eines von vielen Datenschutzgesetzen auf Bundesstaatsebene, zu denen unter anderem der Colorado Privacy Act und der Virginia Consumer Data Protection Act gehören. Jedes dieser Gesetze legt fest, welche Rechte ein Bürger in Bezug auf seine Daten hat.
Health Insurance Portability and Accountability Act (HIPAA)
Der Health Insurance Portability and Accountability Act (HIPAA) ist ein US-Gesetz aus dem Jahr 1996, das einen nationalen Standard für den Schutz der Privatsphäre im Gesundheitswesen festlegt. Er schützt Patienten davor, dass ihre Gesundheitsdaten ohne ihre Zustimmung weitergegeben werden.
Gesundheitsdienstleister, Krankenkassen und Clearingstellen müssen die HIPAA-Vorschriften einhalten. Verstöße können zu erheblichen zivil- oder sogar strafrechtlichen Sanktionen führen, einschließlich Geldstrafen und Freiheitsstrafen bei schweren Verstößen.
Gesetz zum Schutz der Privatsphäre von Kindern im Internet (COPPA)
Das Gesetz zum Schutz der Privatsphäre von Kindern im Internet (COPPA) ist ein US-Gesetz aus dem Jahr 1998, das die Online-Privatsphäre von Kindern schützt. Es legt strenge Beschränkungen für die Daten fest, die ein Unternehmen von Personen unter 13 Jahren sammeln darf. Außerdem verlangt es von allen Unternehmen, die Daten von Kindern verarbeiten, die nachprüfbare Zustimmung der Eltern einzuholen. Die Nichteinhaltung des COPPA kann mit hohen Geldstrafen geahndet werden, die für eine Vielzahl von Organisationen gelten können.
Der Sarbanes-Oxley Act (SOX)
Der Sarbanes-Oxley Act (SOX) ist ein US-Bundesgesetz, das im Jahr 2002 nach den Bilanzskandalen bei Enron und WorldCom verabschiedet wurde. Obwohl es sich nicht um ein Datenschutzgesetz im herkömmlichen Sinne handelt, wirkt sich der SOX auf das Datenmanagement und die Aufbewahrung von Unterlagen aus, wodurch es zu Überschneidungen mit Datenschutzbemühungen kommen kann.
Demnach müssen börsennotierte Unternehmen strenge interne Kontrollen einführen und sichere, genaue Aufzeichnungen über ihre Finanzaktivitäten führen. Die Vernichtung, Fälschung oder Nichtführung von Aufzeichnungen kann strafrechtliche Sanktionen wie Geld- und Freiheitsstrafen nach sich ziehen.
Die häufigsten Herausforderungen im Bereich Datenschutz

Herausforderungen für Einzelpersonen
- Datenlecks: Wenn ein Unternehmen von einem Datenleck betroffen ist, können Deine persönlichen Daten offengelegt werden, was langfristige Folgen haben kann. Hacker können Deine Daten im Darknet verkaufen und so Phishing-Betrug, Malware-Angriffe und Ähnliches begehen.
- Identitätsdiebstahl: Wenn jemand mit schlechten Absichten an persönliche Dokumente oder sensible Informationen gelangt, kann er Deine Identität stehlen. Der beste Schutz vor Identitätsdiebstahl ist ein Tool wie ExpressVPN Identity Defender (derzeit nur für Nutzer in den USA verfügbar).
- Mangelnde Transparenz: Viele Firmen sammeln riesige Mengen an Nutzerdaten, beispielsweise zu Verhaltensgewohnheiten, Standort und sogar biometrischen Details, ohne zu sagen, welche Daten sie zu welchem Zweck sammeln. Einige verschleiern dies durch lange und schwer verständliche Nutzungsbedingungen, wodurch es schwieriger wird, fundierte Entscheidungen darüber zu treffen, welchen Websites man vertrauen kann.
- Bedrohungen im öffentlichen WLAN: Hacker können sensible Daten von Personen abfangen, nachdem diese sich mit einem ungesicherten öffentlichen WLAN verbunden haben. Oft nehmen sie offene WLAN-Netze an Orten mit hohem Datenverkehr ins Visier, wie Cafés und Flughäfen.
- Apps und Dienste, die zu viele Daten abfragen: Viele mobile Apps verlangen zu viele Berechtigungen und fordern Zugriff auf sensible Informationen, die sie für ihre Funktion gar nicht benötigen.
- Missbrauch von Daten: Viele Unternehmen nutzen Daten auf eine Weise, die die Privatsphäre der Menschen verletzt. Dazu gehört der Verkauf an Drittunternehmen oder die Verwendung zur Erstellung von Kundenprofilen. Noch schlimmer ist es, wenn Kriminelle Deine Daten nutzen, um Dich mit Phishing-Betrug anzugreifen oder Deinen Ruf zu schädigen.
Herausforderungen für Unternehmen
- Einhaltung gesetzlicher Vorschriften: Unternehmen müssen sich in einem komplexen Geflecht aus Gesetzen und Vorschriften zurechtfinden. Diese staatlichen, bundesstaatlichen und internationalen Regelungen können sich häufig ändern. Um das Unternehmen auf den aktuellen Stand der gesetzlichen Vorschriften zu bringen und dessen Einhaltung sicherzustellen, können hohe Investitionen erforderlich sein.
- Datenverstöße und Cybersicherheitsbedrohungen: Datenverstöße können einem Unternehmen erheblichen finanziellen Schaden zufügen und seinen Ruf schädigen. Sie können den Betrieb beeinträchtigen und in einigen Fällen sogar zu einer vollständigen Stilllegung führen. Noch schlimmer ist, dass das Unternehmen mit erheblichen rechtlichen Konsequenzen rechnen muss.
- Risikomanagement bei Drittanbietern: In modernen Unternehmen ist die Abhängigkeit von Drittanbietern allgegenwärtig, allerdings verfügen diese oft nur über schwache Cybersicherheitsstandards. Je stärker ein Unternehmen von Tools und Datenverarbeitern von Drittanbietern abhängig ist, desto größer ist das Risiko. Eine sorgfältige Auswahl der Anbieter ist daher von entscheidender Bedeutung, um keine Angriffsfläche zu bieten.
- Aufrechterhaltung des Verbrauchervertrauens: Der unsachgemäße Umgang mit Daten kann den Ruf eines Unternehmens dauerhaft schädigen oder sogar zerstören.
So schützt Du Deine Daten und Deine Privatsphäre

Best Practices für Privatpersonen
- Sei vorsichtig mit dem, was Du online postest: Wenn Du etwas in den sozialen Medien postest, teilst Du Informationen über Dich selbst, wie Deinen Standort, Deine Hobbys, Gewohnheiten und mehr. Schütze Deine Privatsphäre, indem Du die Menge an persönlichen Daten, die Du online teilst, einschränkst.
- Verwende sichere Passwörter und MFA: Erstelle für jedes Deiner Konten komplexe Passwörter und nutze einen Passwort-Manager wie ExpressVPN Keys, um sie zu verwalten und sicher zu speichern. Aktiviere außerdem MFA, um Deine Konten zusätzlich zu schützen. Dabei wird für die Anmeldung ein zusätzlicher Verifizierungsschritt verlangt. Das kann zum Beispiel ein SMS-Code, ein Code aus einer E-Mail, biometrische Daten oder eine Authentifizierungs-App sein.
- Lies die Datenschutzrichtlinien: Um genau zu verstehen, womit du einverstanden bist, solltest Du sie lesen, bevor Du sie akzeptierst. Wenn Dir die Art und Weise, wie das Unternehmen Deine Daten verwendet, nicht gefällt, verzichte auf die Erstellung eines Kontos.
- Nutze eine private Suchmaschine: Erwäge die Nutzung einer privaten Suchmaschine statt einer herkömmlichen. Eine Suchmaschine, die Wert auf Datenschutz legt, verfolgt weder Deine Suchanfragen noch speichert sie Deine persönlichen Daten.
- Verwalte Deine Online-Datenschutzeinstellungen: Es gibt verschiedene Datenschutzeinstellungen, mit denen Du Deine Anonymität erhöhen kannst. Deaktiviere gegebenenfalls die Standortverfolgung, verwalte Website-Cookies und überprüfe die Berechtigungen von Websites und Apps.
- Deaktiviere Datenbroker: Online-Datenbroker sammeln und verkaufen Deine Daten, aber Du kannst Dich in der Regel abmelden. Besuche die Website jedes Datenbrokers und folge dessen Abmeldeverfahren.
- Verwende die richtigen Cybersicherheitstools: Du solltest ein VPN mit leistungsstarker Verschlüsselung verwenden, um zu verhindern, dass Websites und Apps Deine Daten sammeln. ExpressVPN kombiniert ein sicheres VPN mit einem effektiven Adblocker und Tracker-Blocker für mehr Online-Datenschutz.
Bewährte Verfahren für Unternehmen
- Nutze Cybersicherheitssoftware auf Unternehmensniveau: Als Organisation benötigst Du eine Reihe von Tools, um den Datenschutz zu gewährleisten. Dazu gehören Benutzerzugriffskontrollen (UAC), um unbefugten Zugriff einzuschränken, ein Antivirenprogramm, um Malware zu erkennen und zu entfernen, eine Firewall und ein VPN für Unternehmen, um Netzwerkdaten zu verschlüsseln.
- Verwende Datenanonymisierung: Versuche, nur Daten zu sammeln, die Dein Unternehmen für seinen Betrieb benötigt. Wenn Du keine personalisierten Daten benötigst, solltest Du sie anonymisieren, indem Du sie mit geänderten Werten maskierst, die Daten verallgemeinerst, sodass sie nicht zur Identifizierung einer bestimmten Person verwendet werden können, oder die Datenattributwerte mischst. So verringerst Du den Schaden, den eine Datenverletzung verursachen kann, und verhinderst den potenziellen Missbrauch von Kundendaten durch Mitarbeiter.
- Speichere Daten sicher: Stelle sicher, dass Dein Datenspeicherungsprozess den Vorschriften entspricht, indem Du Lösungen wie Datenverschlüsselung und umfassende Compliance-Protokolle verwendest.
- Erstelle einen Plan für die Reaktion auf Vorfälle: Ein solcher Plan ist entscheidend, um auf Ransomware-Angriffe und andere Online-Bedrohungen reagieren zu können. Mit einem vordefinierten Protokoll wissen Deine Mitarbeiter genau, was zu tun ist und mit wem sie kommunizieren müssen.
- Sei transparent in Bezug auf Deine Datenerfassung: Informiere Deine Kunden auf leicht zugängliche und verständliche Weise genau darüber, welche Daten Du erfassst und warum. Du solltest Deinen Nutzern auch klare Datenschutzoptionen bieten, z. B. die Möglichkeit, der Datenerfassung zu widersprechen, und Deine eigenen Regeln immer durchsetzen.
- Erstelle redundante Datensicherungen: Auf diese Weise stellt Du sicher, dass Dein Unternehmen im Falle von Datenkorruption, Ransomware-Angriffen, Geräteausfällen, menschlichen Fehlern oder Naturkatastrophen nicht den Zugriff auf wichtige Daten verliert.
- Verwende eine Data-Governance-Plattform: Data-Governance-Plattformen sind Tools, die Unternehmen dabei unterstützen, Daten zu organisieren, zu verwalten und zu schützen. Kurz gesagt erleichtern sie es Unternehmen, die Gesetze zur Datenerfassung und -verwaltung einzuhalten.
- Wähle Drittanbieter sorgfältig aus: Ein unsicherer Drittanbieter kann Deine Kundendaten gefährden, weshalb Du jeden potenziellen Partner sorgfältig überprüfen solltest. Stelle sicher, dass er alle lokalen Sicherheitsanforderungen erfüllt und verhandle Vertragsbestimmungen zum Schutz von Kundendaten aus. Erkundige Dich außerdem, ob es in der Vergangenheit zu Datenverstößen gekommen ist, und bereite einen Reaktionsplan für den Fall eines Verstoßes bei diesem Anbieter vor.
Technologien zum Datenschutz

Datenverschlüsselung
Bei der Datenverschlüsselung werden Daten in einen Code umgewandelt, der erst am Zielort wieder entschlüsselt wird. So bleibt sichergestellt, dass sensible Informationen während der Übertragung geschützt sind, was ein wichtiger Teil der sicheren Datenspeicherung ist. Bei ExpressVPN werden Deine Daten beispielsweise automatisch mit einer 256-Bit-AES-Verschlüsselung verschlüsselt.
Verhinderung von Datenverlusten (DLP)
DLP umfasst eine breite Palette von Tools und Prozessen, die entwickelt wurden, um den Missbrauch sensibler Daten zu verwalten, zu erkennen und zu verhindern. DLP-Lösungen überwachen Daten während der Übertragung, im Ruhezustand und während der Nutzung. So wird verhindert, dass sie unberechtigt abgerufen oder missbräuchlich verwendet werden. Sie helfen dabei, die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften zu gewährleisten und geistiges Eigentum zu schützen.
Firewalls und Intrusion Detection
Firewalls dienen als Barriere zwischen vertrauenswürdigen und nicht vertrauenswürdigen Netzwerken. Sie filtern schädlichen oder unerwünschten Netzwerkverkehr heraus und verhindern anhand vordefinierter Sicherheitsregeln den unbefugten Zugriff auf Dein Netzwerk. Intrusion-Detection-Systeme (IDS) ergänzen eine Firewall, indem sie den Datenverkehr aktiv auf bekannte Bedrohungen und verdächtige Aktivitäten überwachen und Administratoren bei Sicherheitsverletzungen alarmieren.
Backup- und Redundanzlösungen
Backup- und Redundanzlösungen umfassen das Erstellen mehrerer Kopien Deiner Daten und deren Speicherung an verschiedenen Orten. Falls Daten durch einen Cyberangriff, einen Geräteausfall oder Datenkorruption verloren gehen, stehen Dir so zusätzliche Sicherungskopien zur Verfügung. Da Backups jedoch dieselben sensiblen Informationen enthalten wie die Originaldaten, müssen sie besonders sorgfältig behandelt werden. Achte deshalb auf konsequente Datenschutzpraktiken, damit die Backups nicht selbst zur Sicherheitslücke in Deinem Unternehmen werden.
Zukünftige Trends im Datenschutz
Auswirkungen von KI auf den Datenschutz
Die KI-Technologie hat Automatisierung und fortschrittliche Tools zur Datenerfassung für alle zugänglich gemacht. KI-gestützte Vorhersagealgorithmen können große Mengen personenbezogener Daten schnell analysieren, um Verhaltensweisen vorherzusagen, Präferenzen zu erlernen und sogar die Identität einer Person zu bestimmen. Dies wirft jedoch ernsthafte Bedenken hinsichtlich Einwilligung, Transparenz und Kontrolle über personenbezogene Daten auf.
Das explosive Wachstum dieser neuen Technologien erfordert von Regierungen weltweit die Schaffung komplexer Vorschriften. Einige Länder haben bereits damit begonnen, KI zu regulieren, doch befinden sich diese Gesetze noch in der Entwicklung und ändern sich mit dem Fortschritt der KI.
Einige Experten argumentieren, dass der Gesetzgeber zu viel Wert auf den Ausnahmecharakter der KI legt, obwohl viele der damit verbundenen Risiken bereits durch bestehende Datenschutzgesetze abgedeckt sind. Der Unterschied liegt jedoch im Umfang: Moderne KI-Tools arbeiten in einem viel größeren Maßstab, sind viel schneller und bieten jedem Zugriff.
Datenschutz bei Mobilgeräten
Im Laufe der Zeit haben Nutzer von Smartphone-Apps mehr Transparenz bei der Datenerhebung und mehr Kontrolle über ihre eigenen Daten eingefordert. Mit Klagen und Boykotten haben sie sich gegen Unternehmen mit mangelhaften Datenschutzpraktiken gewehrt.
Ein bekanntes Beispiel ist der Cambridge-Analytica-Skandal aus dem Jahr 2018, bei dem bekannt wurde, dass Cambridge Analytica Daten von Millionen Facebook-Nutzern sammelte und für die Beeinflussung politischer Wahlen nutzte. Als Reaktion darauf schlossen sich Verbraucher zur Bewegung #DeleteFacebook zusammen. Der Skandal endete damit, dass Facebook von der US-Handelsaufsicht FTC mit einer Geldstrafe von 5 Milliarden US-Dollar belegt wurde, was einen Meilenstein für den Verbraucherdatenschutz darstellt.
Ransomware und Datenschutz
Ransomware-Angriffe sind nach wie vor eine große Gefahr für den Datenschutz und die Datensicherheit.
Cyberkriminelle nutzen zunehmend KI, um ihre Angriffsstrategien zu verbessern, beispielsweise durch die Erstellung überzeugender Phishing-E-Mails und Voice-Phishing-Schemata, was es für Unternehmen schwieriger macht, Verstöße zu erkennen und zu verhindern.
Zudem gibt es eine Verlagerung hin zur Daten-Exfiltration ohne Verschlüsselung: Dabei stehlen Angreifer sensible Informationen und drohen, diese öffentlich zu machen, wenn kein Lösegeld gezahlt wird. Diese Methode erhöht den Druck auf die Opfer und umgeht herkömmliche Lösungen zur Datenwiederherstellung.
Ein weiterer Trend ist die Zunahme von Ransomware-as-a-Service-Modellen (RaaS), die technisch weniger versierten Kriminellen den Zugriff auf ausgeklügelte Tools erleichtern. Dies hat zu einer fragmentierteren Bedrohungslandschaft geführt, in der verschiedene Gruppen unterschiedliche Taktiken anwenden, um ihre Wirkung zu maximieren.
Häufig gestellte Fragen zum Datenschutz
Was ist der Unterschied zwischen Datenschutz und Datensicherheit?
Datenschutz bezieht sich auf die Regeln, die festlegen, wie personenbezogene Daten gesammelt, genutzt und weitergegeben werden. Datensicherheit betrifft die Tools, die diese Daten vor unbefugtem Zugriff oder Verstößen schützen. Datenschutz definiert die Rechte und Pflichten im Zusammenhang mit Daten und Datensicherheit sorgt für den Schutz dieser Rechte.
Was sind die wichtigsten Grundsätze des Datenschutzes?
Zu den wichtigsten Grundsätzen des Datenschutzes gehören Transparenz, Vertraulichkeit, Datenminimierung, Zweckbindung, Richtigkeit, Rechenschaftspflicht und die Achtung der Datenschutzrechte der Verbraucher. Diese Grundsätze bilden die Grundlage für wichtige Gesetze wie die DSGVO und legen fest, wie Organisationen verantwortungsbewusst mit Nutzerdaten umgehen müssen.
Wie kann ich sicherstellen, dass meine Daten geschützt sind?
Wenn Du Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes hast, solltest Du sicherstellen, dass Du für jedes Deiner Konten sichere Passwörter verwendest. Aktiviere anschließend MFA oder 2FA für jedes Konto, das diese Funktion unterstützt. Verwende einen Passwort-Manager, um Deine Passwörter sicher zu speichern. Sei außerdem bei jeder neuen Website und App, die Du nutzt, vorsichtig und passe Deine Datenschutzeinstellungen in Deinem Browser, auf Deinem Smartphone oder auf der von Dir genutzten Website an. Verwende außerdem einen Adblocker und Tracker-Blocker, wie er in ExpressVPN enthalten ist, um die Daten zu minimieren, die Websites von Dir sammeln können.
Wie sieht die Zukunft der Datenschutzbestimmungen aus?
Auch wenn sich das nicht vollständig vorhersagen lässt, deuten aktuelle Trends darauf hin, dass die Zukunft der Datennutzung von strengeren Datenschutzvorschriften geprägt sein wird. Verbraucher werden voraussichtlich häufiger rechtlich gegen Unternehmen vorgehen, die mit ihren Daten fahrlässig umgehen. Gleichzeitig werden Gesetzgeber ihren Fokus weiter auf neue Regelungen legen, insbesondere im Hinblick auf die sich rasant entwickelnde KI-Industrie.
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